Von Kalbarri fahren wir nach Denham und Monkey Mia, Richtung Norden.

Denham ist die einzige Ortschaft und Verwaltungssitz der Gemeinde Shire of Shark Bay in Westaustralien. Der Ort an der Westküste der Péron-Halbinsel an der Grenze zum François-Péron-Nationalpark ist der westlichste Australiens.

Nur 25 km westlich von Denham liegt Monkey Mia, bekannt durch die täglichen Delfin Fütterungen.


Achtung Zyklon


Wir wurden im Visitor Center darauf aufmerksam gemacht, das der Zyklon Narelle, der schon die Ostküste heimgesucht hat, über den Norden gewandert ist und jetzt die Westküste von Australien hinab saust. Wir sollen die Küstengebiete jetzt meiden und in das Inland ausweichen.

Das trifft uns sehr hart, denn unser nächstes Ziel wäre Exmouth gewesen, das aber mehr oder weniger schon evakuiert wurde. Das Zentrum des Zyklons führt genau über Exmouth.

Unser nächstes Ziel ist daher Carnavon und dann weiter nach Norden, um eine Abzweigung ins Innenland zu erreichen.

Dabei sehen wir uns noch den "Eagle Bluff Lookout", den "Shell Beach" und in Hamelin Pool die Stromatoliten an.

Der Shell Beach ist ein ca. 40 km langer Küstenstreifen an der westaustralischen Shark Bay, der aus einer bis zu 10 Meter dicken Schicht aus Milliarden von Herzmuscheln der Art Fragum erugatum besteht. Er ist einer von nur zwei Stränden weltweit, die vollständig aus Muscheln bestehen.



In Carnarvon Visitor Center meinten die Damen, die Straße nach Norden wäre gesperrt. Nachdem ich im Internet nichts dergleichen gelesen habe, machen wir uns gleich auf den Weg nach Norden, denn es sind rund 280 km bis nach Nanutarra, wo wir erstmals ins Landesinnere abzweigen können. So gerne hätte ich mir das Space Museum in Carnarvon angesehen, aber jede Minute zählt und Sicherheit hat Vorrang.

In Nanutarra angekommen wird gleich vollgetankt. Der Sprit kostet schon das Doppelte als wie vor 7 Wochen. Der Campingplatz und alle Parkflächen sind bereits mit Autos und Caravans von flüchtenden voll belegt.

Wir biegen rechts ab, Richtung Karijini Nationalpark. Es windet schon ganz ordentlich und aufgewirbelter Sand liegt in der Luft. Den Nationalpark können wir heute nicht mehr schaffen. Nach weiteren 200 km finden wir in der "Cheela Plains Station Stay" Unterschlupf. Auch hier haben sich schon viele Leute auf den Campground eingefunden.


Cheela Plains Station Stay


Wir verbringen hier 2 Nächte, bis sich der starke Wind etwas gelegt hat. In der Zwischenzeit erfahren wir, das der Zyklon in Exmouth, wo das Auge hinweggefegt ist, extrem stark zugeschlagen hat. Und durch die starken Regenfälle wurde auch die Straße nach Süden wegen Überflutungen gesperrt.

Nachdem die Straßen frei sind, fahren wir weiter über Tom Price in den Karijini Nationalpark, wo wir problemlos einen Platz für unseren Camper finden.

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